Brennholzkreissäge

Wer mit Brennholz heizen möchten, steht vor der Aufgabe das Holz in einsatzbereite Scheite zu sägen. Denn ein kompletter Stamm passt wohl kaum in den Kamin! Mit einer herkömmlichen Kettensäge ist das natürlich möglich, allerdings aber auch sehr anstrengend. Der Rücken wird  stark beansprucht und wer nicht auf seine Finger aufpasst, dem kann durchaus auch mal ein übles Missgeschick passieren. Eine Brennholzkreissäge – auch Wippkreissäge genannt kann helfen. Sie dient der erfolgreichen und sicheren Bearbeitung von Brennholz.

Eine Brennholzkreissäge ist der ideale Begleiter für alle, die effizient Brennholz sägen und gleichzeitig den Körper schonen wollen. Der Rücken wird geschont und die Finger bleiben garantiert dran.

Was eine Brennholzkreissäge ausmacht, worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche Hersteller es gibt – darüber informieren wir Sie in diesem Artikel.

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Was ist eine Brennholzkreissäge?

Eine Brennholzkreissäge ist das optimale Werkzeug zur Aufbereitung von Brennholz. Es handelt sich um eine spezielle Kreissäge, die extra für die Bearbeitung von Brennholz entwickelt wurde. Diese Sägen sind häufig auch unter den Begriffen Brennholzsäge oder Wippkreissäge bekannt. Das Verfahren ist dabei nicht nur sicher und effizient, sondern auch Rücken-schonend, da Sie bei der Tätigkeit eine aufrechte Haltung bewahren.

Es gibt verschiedene Arten von Brennholzkreissägen, welche weiter unten näher beschrieben werden. Der Wirkmechanismus ist jedoch bei allen gleich. Sie alle werden automatisch betrieben – entweder elektrisch oder durch einen Benzinmotor – und das Sägen wird somit ein Kinderspiel.

Dicke Holzstücke, welches es zu schneiden gilt, werdn auf eine bewegliche Ablage gelegt. Dabei handelt es sich um den Schneidetisch. Dieser ist flexibel und kann zu zwei Seiten geschwenkt werden – ähnlich wie bei einer Wippe. Damit erklärt sich auch das Synonym Wippkreissäge. In der Praxis legen Sie das Holz einfach auf den Schneidetisch und schwenken ihn gegen das elektrisch betriebene Sägeblatt. Das Sägen erfolgt somit automatisch durch die Maschine. Die fertigen Holzstücke fallen jeweils seitlich von der Brennholzkreissäge auf einen Haufen und der Schneidetische wird nach jedem Schnitt durch eine Federtechnik wieder in die Ausgangsposition gebracht.

Diese Technik macht das Brennholz-Sägen nicht nur einfach, sondern auch absolut sicher. Das Sägeblatt ist durch eine Schutzhaube abgedeckt, welche sich nur während des Schneidevorgangs öffnet – automatisch wenn der Schneidetisch mit dem Holz in dessen Richtung gewippt wird. Nach jedem Sägezug schließt es sich wieder. Die Hände kommen niemals in die Nähe des Sägeblatts, da Sie damit den Schneidetisch fest im Griff haben. Zudem erfordert diese Art der Holzverarbeitung keine unbequeme Haltung oder enormen Kraftaufwand. Stattdessen stehen Sie aufrecht vor der Maschine und müssen lediglich minimal Kraft aufwenden, um den Schneidetisch zum Sägeblatt zu schwenken,

Das Bild zeigt eine Brennholzkreissaege im Einsatz

Brennholzkreissägen machen Holzverarbeitung zum Kinderspiel

Welche Typen von Brennholzkreissägen gibt es?

Der Grundaufbau ist bei allen Brennholzkreissägen gleich und wurde oben ausführlich erklärt. Dennoch gibt es ein paar Unterscheide in den Details, die Sie sich vor dem Kauf bewusst machen sollten um eine gute Entscheidung zu treffen.

Brennholzkreissägen unterscheiden sich vor allem in folgenden Merkmalen: dem Motor, der Leistung, dem Sägeblatt-Durchmesser und somit letztendlich der Schnitttiefe. Da letztendlich alles von der Art des Antriebs bzw. des Motors abhängig ist, werden im Folgenden kurz die wichtigsten Modelle für den Privatgebrauch erläutert.

Brennholzsägen mit Wechselstrom-Motor

Eine solche Säge wird mit Strom aus der Steckdose betrieben, wie auch herkömmliche Haushaltsgeräte. Diese eignen sich hervorragend als Einstiegsmodell für den Privatgebrauch, denn Preis und Gewicht sind verhältnismäßig gering. Ab 200 € kann man durchaus eine akzeptable Brennholzkreissäge mit Wechselstrom-Motor bekommen.

Der Defizit dieser strombetriebenen Geräte ist die begrenzte Leistung, da eine bestimmte Wattzahl nicht überschritten werden kann – Ansonsten würde die Sicherung rausfliegen. Die maximale Leistung liegt etwa bei 3500 Watt. Diese verhältnismäßig geringe Leistung führt dazu der Sägeblatt-Durchmesser in der Regel maximal 40 cm beträgt. Das schränkt wiederum die Schnitttiefe ein.

Brennholzsägen mit Drehstrom-Motor

Drehstrom-Motoren können weitaus stärkere Leitungen erbringen mit bis zu 6500 Watt. Dafür wird jedoch Starkstrom und somit ein spezielles Stromkabel benötigt. Durch die stärkere Leistung erhöht sich auch der potenzielle Sägeblatt-Durchmesser und somit die Möglichkeit dicke Hölzer zu sägen. Solche Brennholzsägen sind dementsprechend teurer und auch schwerer.

Brennholzsägen mit Benzin-Motor

Wem die Leistung eines Drehstoffmotors immer noch nicht genügt, der kann zu der Power-Variante mit Verbrennungsmotor greifen. Diese werden durch Benzin bzw. Diesel angetrieben. Die starke Leistung mit über 10.000 Watt ermöglicht den Betrieb von großen Sägeblättern von 1 Meter, welche auch bei dicken Stämmen keinen Halt machen. Weiterhin kann man diese Geräte natürlich unabhängig von Stromanschlüssen betreiben und so steht auch dem Sägen im Wald nichts im Wege.

Welche Vorteile bietet ein Brennholzkreissäge?

Die Vorteile eine Brennholzkreissäge gegenüber einer Kettensäge (oder gar einer herkömmlichen Handsäge) ist ganz klar der geringe Kraftaufwand, die Effizienz und die Sicherheit. Somit sägen Sie Stämme wesentlich schneller und körperschonender. Alles was Sie tun müssen, ist das Holzstück auf den Schneidetisch zu legen und die Wippe nach vorne zu drücken. Dabei können Sie aufrecht stehen und die Verletzungsgefahr liegt nahezu bei 0, da Sie dem Sägeblatt nicht zu nahe kommen. Ein weiterer Sicherheitsaspekt, den eine solche Brennholzsäge für Holz mit sich bringt, ist das Schnittstücke nicht unkontrolliert umhergeschleudert werden können, falls sich mal etwas verhaken sollte. Dafür sorgt die spezielle Form der Ablage, die das Holzstück sicher im Griff hält. Für diejenigen, die regelmäßig Brennholz schneiden, ist eine Brennholzkreissäge daher definitiv eine Investition Wert.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Brennholzkreissägen sind generell erstmal keine kostengünstige Anschaffung. Daher ist es sinnvoll sich vor dem Kauf genau zu informieren, welches Gerät für Sie am Besten geeignet ist. Motor, Sägeblatt und geeignete Schutzkleidung sind dabei wichtige Aspekte.

Der geeignete Antrieb für Ihre Bedürfnisse

Wie oben erläutert gibt es Brennholzkreissägen mit verschiedenen Motoren. Die Art des Motors entscheidet über die Leistung und somit über den Sägeblatt-Durchmesser und die daraus resultierende Schnitttiefe des Gerätes. Sie sollten sich daher zu allererst überlegen, welche Leistung – und somit welcher Motor für Ihre Zwecke sinnvoll ist. Das hängt davon ab wie dick die Holzstücke sind, die Sie sägen möchten, wie regelmäßig Sie die Maschine planen zu verwenden und natürlich auch wo Sie das Gerät nutzen wollen.

Grundsätzlich gilt: Je dicker die Holzstücke, die Sie bearbeiten möchten, desto höher muss die Leistung sein. Bis zu einem Durchmesser von 12 cm Holzdicke, reich auch ein einfacher Wechselstrom-Motor. Bearbeiten Sie dickere Stämme benötigen Sie womöglich eine Brennholzsäge mit Drehstrom-Motor. Und: Wenn Sie keinen Stromanschluss besitzen, müssen Sie sowieso zu einer Brennholzsäge mit Verbrennungsmotor greifen. Das erleichtert zumindest die Entscheidung.

Das passende Sägeblatt

Sägeblätter gibt es in verschiedenen Größen und aus verschiedenen Materialien. Der maximale Durchmesser ist abhängig vom Motor und Sie sollten sich daher vor dem Kauf entscheiden, welche Größe Sie benötigen und dementsprechend ein Gerät mit passenden Antrieb wählen. Sie haben dann die Wahl zwischen verschiedenen Sägeblattgrößen für Ihr Gerät. Welche Größe Sie benötigen, hängt von der Dicke der Holzstämme ab, die Sie schneiden wollen.

Mit dem Material der Sägeblätter gehen Sie mehr ins Detail. Es gibt Sägeblätter aus Hartmetall oder Chrom-Vanadium. Solche aus Hartmetall werden aus mehreren Metallstücken gefertigt und die Sägezähne werden nachträglich an das Blatt gelötet. Sie zeichnen sich dadurch aus dass sie lange scharf bleiben. Chrom-Vanadium Sägeblätter werden aus einem Stück gefertigt und sind weniger standhaft – dafür aber ach preisgünstiger. Für welches Material sie sich entscheiden hängt davon ab, wie regelmäßig Sie Brennholz schneiden möchten. Tun Sie dies regelmäßig, lohnt sich die Anschaffung einer Hartmetall Säge allemal.

Saegeblatt Brennholzkreissaege

Sägeblätter von Wippkreissägen unterscheiden sich in Durchmesser und Material.

Sicherheit

Bei korrekter Anwendung gewährleistet die Arbeit mit der einer Brennholzkreissäge eine sehr hohe Sicherheit. Dennoch sollte Sie auf geeignete Schutzkleidung achten, die Sie sich extra kaufen müssen. Das wichtigste dabei ist ein Gehörschutz, denn die Geräte sind sehr laut. Bei regelmäßiger Anwendung leidet Ihr Hörvermögen darunter und das lässt sich nun wirklich vermeiden. Auf einen Gehörschutz sollten Sie daher auf keinen Fall verzichten.

Weitere sinnvolle Anschaffungen sind Schutz-Handschuhe. Diese schützen Sie optimal vor Holzsplitter bei der Arbeit. Zum Wechseln und zur Reinigung des Sägeblatts empfiehlt es sich außerdem spezielle schnittfeste Handschuhe in Betracht zu ziehen. Einfache Atemschutzmasken und Schutzbrillen schützen Mund und Nase vor Sägespänen.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will kann sich außerdem noch einen Helm zulegen. Zwar ist durch die U-förmige Form des Schneidetischs ein Umherschleudern von Holz quasi nicht möglich, aber Ausnahmefälle gibt es ja immer. Auch Schuhe mit Stahlkappen maximieren die Sicherheit, falls Ihnen doch einmal Holzstücke auf den Fuß fallen sollten. Denn vor menschlichem Ungeschick schützt Sie auch die sicherste Brennholzkreissäge nicht.


Bekannte Hersteller für Brennholzkreissägen

Brennholzkreissägen von Güde

Brennholzkreissägen von Güde sind beim Kunden allgmein sehr beliebt. Nicht umsonst findet man Geräte dieses Herstellers auch in den Bestsellerlisten von Amazon & Co und mit guten Kundenbewertungen. Das wundert nicht, denn sowohl Einsteiger als auch Säge-Profis werden bei den Modellen fündig. Es gibt einfache Wechselstrom-Modelle, die mit einem 230 Volt Motor laufen, solche mit Drehstrom-  sowie Benzin-Motoren für Profis. Es ist also für jeden etwas dabei. Die Preise variieren entsprechend und die Geräte überzeugen allgemein durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Das Bild zeigt eine Brennholzkreissaege von Guede

Brennholzkreissägen von Güde sind beim Kunden sehr beliebt

Brennholzkreissäge von Scheppach

Scheppach ist ein Pionier in Sachen Holzverarbeitung-Gerätschaften und hat unter anderem auch einige Wippkreissägen im Angebot. Darunter vor allem solche mit Wechsel – und Drehstrom-Motoren. Je nach Modell liegt der Preis verhältnismäßig hoch. Die Qualität lässt jedoch auch keine Wünsche offen.

Das Bild zeigt eine Brennholzkreissaege von Scheppach

Scheppach bietet hochwertige Wippkreissägen

 

Brennholzkreissäge von Atika

Die orangefarbenen Modelle von Atika sind verhältnismäßig günstig erhältlich und sind ebenfalls beliebte Vertreter unter den Brennholzkreissägen. Auch hier findet man Geräte mit Wechselstrom-Motor und Drehstrom-Motor. Im Lieferumfang befinden sich in der Regel Hardmetall-Sägeblätter.

Das Bild zeigt eine Brennholzkreissaege von Atika

Die Brennholzkreissägen von Atika zeichnen sich durch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus

 

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Zuletzt aktualisiert am 18. October 2017 um 11:40 . Alle Angaben ohne Gewähr.

Brennholzkreissäge – Ein Fazit

Wer regelmäßig Brennholz schneidet, für den lohnt sich eine Brennholzkreissäge allemal. Zugegeben, die Anschaffung ist nicht gerade günstig, aber wenn Sie auf eine gute Qualität achten, dann haben Sie lange Freude an der Maschine.

Durch eine intelligente Konstruktion, machen diese speziellen Brennholzsägen die Verarbeitung von Holz zu einem Kinderspiel. Maximale Sicherheit wird dabei garantiert und auch Ihr Rücken wird durch eine aufrechte Haltung geschont. Welches Modell am Besten für Sie geeignet ist, hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Stellen Sie sich vor dem Kauf die Fragen, wie häufig Sie die Säge verwenden werden, wie dick die Holzstücke allgemein sind, die Sie bearbeiten werden und ob Sie einen Stromanschluss besitzen oder nicht. Wenn Sie nach diesen Kriterien auswählen, werden Sie garantiert die richtige Entscheidung treffen!